Taking Care Triple P-Gruppentraining

Rahmenbedingungen
Taking Care Triple P ist eine Variante des positiven Erziehungsprogramms Triple P und wurde für Pflegeeltern von Kindern zwischen 2 und 12 Jahren entwickelt. Es ist besonders gut geeignet, wenn Pflegekinder Verhaltensprobleme zeigen oder ein erhöhtes Risiko aufweisen, solche zu entwickeln. Ziel des Programms ist die Stärkung des elterlichen Pflege- und Erziehungsverhaltens sowie der kindlichen Entwicklung und die Reduktion von Stress für Pflegeeltern und -kinder. Taking Care Triple P besteht aus acht Sitzungen und wurde als Gruppentraining zur Durchführung mit 8 bis 12 Pflegeeltern pro Gruppe entwickelt.

Fünf der acht Sitzungen finden in der Gruppe statt (je 2,5 Std.).  Durch Beobachtungen, Diskussionen, Übungen und Rückmeldungen eignen die Teilnehmer sich neues Wissen und neue Fertigkeiten rund um die Entwicklung und Erziehung von Kindern im Pflegekontext an. So werden positive Erziehungsfertigkeiten z.B. anhand von DVD-Ausschnitten demonstriert und anschließend in Übungen selbst ausprobiert. Zur Umsetzung der Erziehungsfertigkeiten bekommen die Pflegeeltern konstruktive Rückmeldung. Um das Gelernte zu festigen, werden Aufgaben für die Zeit zwischen den Sitzungen erteilt. Nach Abschluss der fünfwöchigen Gruppenphase gibt es zwei individuelle Beratungen, die die Pflegeeltern beim Transfer des Gelernten in den Alltag unterstützen. Eine letzte Gruppensitzung dient dem Abschluss des Programms.

Durch eine enge Verbindung von Theorie und Praxis werden die Übertragbarkeit in den Alltag gewährleistet und dauerhafte Veränderungen gefördert. Jede teilnehmende Pflegefamilie erhält ein Taking Care Triple P-Gruppenarbeitsbuch, in dem die wichtigsten Inhalte zusammengefasst sind und Platz für Notizen sowie die Bearbeitung von Übungen ist.

Taking Care Triple P basiert auf dem Selbstregulationsmodell. Dieses geht davon aus, dass (Pflege-)Eltern eine führende Rolle beim Festlegen von Veränderungszielen sowohl für ihr eigenes Verhalten als auch für das ihres (Pflege-)Kindes einnehmen. Es ist wichtig, dass (Pflege-)Eltern ihr Verhalten beobachten, Stärken und Bereiche erkennen, die sie verbessern wollen, sowie eigene Ziele für zukünftige Veränderungen festlegen.

Im Rahmen der Pflegefamilienstudie werden die teilnehmenden Familien zufällig ausgelost. Weder die Familien, noch die Studienleiter können Einfluss auf die Zuteilung nehmen.

Sitzungsinhalte

SitzungInhaltFormatDauer
1. Positive Erziehung

- Als Gruppe arbeiten
- Pflegeeltern sein
- Prinzipien Positiver Erziehung
- Einflüsse auf das Verhalten von Kindern
- Ziele für Veränderungen festlegen
- Verhalten systematisch beobachten

Gruppe2,5 h
2. Die Entwicklung von Kindern fördern

- Die Beziehung zu Kindern stärken
- Wünschenswertes Verhalten unterstützen
- Neue Fertigkeiten und Verhaltensweisen beibringen

Gruppe2,5 h
3. Mit Problemverhalten umgehen

- Mit Problemverhalten umgehen
- Erziehungsroutinen entwickleln
- Punktekarten & Verhaltensverträge einsetzen
- Professionelle Hilfe suchen

Gruppe2,5 h
4. Selbstwertgefühl stärken und Ausgeglichenheit fördern

- Selbstwertgefühl stärken
- Positive Beziehungen zu anderen fördern
- Mit Beziehungsproblemen umgehen
- Ausgeglichenheit fördern
- Routine im Umgang mit Gefühlsausbrüchen

Gruppe2,5 h
5. Vorausplanen

- Die eigenen Bedürfnisse beachten
- Überlebenstipps für Familien
- Strategien zur Selbstfürsorge
- Risikosituationen
- Aktivitätenpläne

Gruppe2,5 h
6. Erziehungsfertigkeiten einsetzen 1

Besprechung der Umsetzung der Erziehungsfertigkeiten

Einzel15 - 30 min
7. Erziehungsfertigkeiten 2

Besprechung der Umsetzung der Erziehungsfertigkeiten

Einzel15 - 30 min
8. Programmabschluss

- Das Programm ausklingen lassen
- Bilanz ziehen
- Veränderungen aufrechterhalten
- Zukünftige Probleme lösen
- Zukünftige Ziele

Gruppe oder Einzel2,5 h oder 15 - 30 min
Aachen

M.Sc. Psych. Vanessa Reindl
Tel.: +49 241 80-85779
E-Mail: vreindl(at)ukaachen.de

M.Sc. Psych. Laura Stahl
Tel.: +49 241 80-85779
E-Mail: lstahl(at)ukaachen.de

Bielefeld

M.Sc. Psych. Christine Möller
Tel.: +49 521 106-4318
E-Mail: christine.moeller(at)uni-bielefeld.de 

M.Sc. Psych. Sabrina Chodura
Tel.: +49 521 106-67418
E-Mail: sabrina.chodura(at)uni-bielefeld.de

M.Sc. Psych. Tabea Symanzik
Tel.: +49 521 106-67419
E-Mail: symanzik(at)uni-bielefeld.de

Braunschweig

Dipl.-Psych. Daniela Ehrenberg
Tel: +49 531 391-3603
E-Mail: d.ehrenberg(at)tu-bs.de

M.Sc. Psych. Ann-Katrin Job
Tel: +49 531 391-3605
E-Mail: a-k.job(at)tu-braunschweig.de

M.Sc. Psych. Olivia Koschel
Tel.: +49 531-391-2865
E-Mail: o.koschel(at)tu-braunschweig.de